Programmieren lernen im frühen Kindesalter klingt erstmal abwegig. Sollten Kinder nicht von Elektronik ferngehalten werden, damit sie die echte Welt entdecken? Ja und nein! Ein Kind vor dem Bildschirm zu parken und zu hoffen, dass es etwas lernt, kann nicht funktionieren. Andererseits ist das Programmieren von Software und Maschinen eine Fähigkeit, mit der sich im „echten“ Leben viel Geld verdienen und viel Gutes tun lässt. Daher würde es doch Sinn ergeben, Kindern diese Fähigkeit früh zu vermitteln. Wie das funktionieren kann, zeigen wir am Beispiel des Roboters Matatalab.

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Das Wichtigste vorweg: Bei Matatalab braucht man keinen Computer, keinen Bildschirm, kein Internet und vor allem keine Vorkenntnisse. Alles was man braucht, ist ein bisschen Platz auf dem Fußboden.

Simpel und intuitiv: Die Funktionsweise

Matatalab Blöcke auf Kontrollbrett

Das Matatalab-Set besteht aus einem kleinen Roboter, einem Kontrollbrett, Richtungsblöcken und einer Spielmatte.

Die Spielmatte zeigt, je nach Thema der Matte, verschiedene Bilder. Der Roboter wird auf der Matte platziert und erwartet dann seine Befehle. Diese erhält er von dem Kontrollbrett.

Ein simples Beispiel. Wir möchten, dass unser Roboter sich um ein Bild nach oben bewegt. Dafür stecken wir einen grünen Richtungsblock  „Pfeil“ in der gewünschten Fahrtrichtung auf das Kontrollbrett und drücken die große Play-Taste. Schon bewegt sich der Roboter um ein Bild nach oben. Die Steuerung ist simpel und intuitiv, lässt aber auch Komplexität zu. Zwei Bilder nach oben, nach rechts drehen, ein Bild nach unten, nach links drehen …. Es gibt viele Möglichkeiten, den Roboter zu steuern.

Digital und trotzdem analog: Die Programmiersprache zum Anfassen

Blockbasierte Programmiersprache zum Anfassen

Den Machern von Matatalab liegt eines am Herzen: Kinder sollen nicht vor dem Bildschirm hängen. Das ist nämlich nicht nur schlecht für die Augen (gerade bei jungen Kindern), sondern stellt auch eine Distanz zum Programm, das man erstellt, her.

Die Block-basierte Programmiersprache von Matatalab hingegen MUSS! angefasst werden. Das Kind muss sich bewegen, es muss Hände und Finger zum Programmieren benutzen, manchmal sogar den ganzen Körper. Es muss aufstehen und umherlaufen, um den Roboter wieder an die gewünschte Stelle zu bringen, wenn das Programm mal nicht das tut, was es eigentlich tun sollte.

Alle Befehle müssen eigenhändig auf dem Kontrollbrett angebracht werden, selbst den großen Playknopf muss das Kind mit der Hand betätigen, damit überhaupt etwas passiert. Dadurch besteht kaum noch Distanz zwischen Ursache und Wirkung und das Kind kann sich besser mit seinem Programm und dessen Funktionen identifizieren.

Matatalab verbindet damit digitales und aktives Spiel auf eine Art und Weise, die völlig einzigartig ist.

Logisches Denken und Selbstkontrolle: Die Vorteile von Matatalab

Matatalab ist absolut intuitiv. Nach einer kurzen Anleitung sind Kinder ab 4 Jahren dazu in der Lage, die Funktionen der Blöcke durch Ausprobieren selbst zu entdecken. Kinder erkennen ebenfalls schnell eine der großen Tücken des Programmierens: Anweisungen, die simpel erscheinen, sind oft gar nicht so leicht umzusetzen. Diese Erfahrung früh zu machen, schützt im späteren Leben vor so mancher Frustration. An einer Aufgabe wie: „Schreibe ein Programm so, dass der Roboter jedes Bild nur einmal berührt“ können Kinder sich selbst messen und ihren Fortschritt jederzeit selbst überprüfen.

Beim Spielen lernt das Kind eine ganze Menge, besonders im Bereich der kognitiven Fähigkeiten. Es entdeckt den Zusammenhang von Ursache und Wirkung, stärkt seine Fähigkeit, logisch zu denken, und lernt in frühem Stadium, sich selbst zu kontrollieren und zu optimieren, um zum erwünschten Ergebnis zu gelangen.  

Noch nicht klar wie es funktioniert? Die Kinder im Video erklären es gerne noch einmal in Ruhe.

Zeichnen, Mathematik und Musik: Die Vielseitigkeit von Matatalab

Wenn die kleinen Nachwuchsprogrammierer die Grundlagen von Matatalab verinnerlicht haben, heißt das noch lange nicht, dass die Spiel- und Lernmöglichkeiten erschöpft sind. Neben den einfachen Bewegungsbefehlen ist Matatalab noch zu viel mehr fähig.

Es gibt viele Erweiterungs-Sets, die dem Matatalab neue Funktionen ermöglichen. Es gibt ein Musik-Set, das den Roboter mit Notenblöcken komponieren lässt. Ein Kunst & Geometrie Set sorgt dafür, dass der Roboter zeichnet, indem er einen Stift und Winkel-Blöcke benutzt, das Animation-Set fügt dafür noch neue Befehle wie „Kreis“ oder „S-Kurve“ hinzu. Die „Sensor“-Erweiterung lässt den Roboter Hindernisse und Farben erkennen und  auf Geräusche reagieren. Mit den lustigen Silikon-Kostümen der „Freunde“-Erweiterung kann der Roboter indiviuell gestaltet werden.

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